Jeder sechste Reisende hält nichts von Beratung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Waios   
Freitag, den 25. März 2011 um 13:09 Uhr

Jeder sechste Reisende hält nichts von Beratung

Nur knapp ein Viertel der Reisenden lässt sich vor einer Reise medizinisch beraten.

Bei außereuropäischen Reisen liegt die Beratungs-Quote immerhin bei knapp 60%, aber 15% machen sich über die Gesundheitsvorsorge auf Reisen grundsätzlich gar keine Gedanken.

Der Trend im Tourismus geht zwar insgesamt zu frühen Buchungen, dennoch bleibt „Last Minute“ ein wichtiges Segment der Branche.

Bei uns Deutschen ist etwa jede zwölfte Fernreise eine Last – Minute – Reise (Buchung maximal 14 Tage vor Reiseantritt).

 

Die reisemedizinische Beratung gehört auch „Last Minute“ dazu, denn viele Impflücken können kurzfristig – quasi am Abreisetag – noch geschlossen werden. Hierzu gehören alle Auffrischimpfungen aus dem normalen Impfprogramm sowie die Impfung gegen Hepatitis A. Selbst gegen Tollwut gibt es ein Schnellimpf-Schema, das z. B. für den Backpack-Touristen mit der kurzfristig gebuchten Südostasien-Reise dringend empfehlenswert ist.

Wenn chronisch kranke Menschen auf Reisen gehen, sollten sie sich des generell erhöhten Influenzarisikos auf Reisen bewusst sein: chronisch kranke Menschen werden auf Reisen vom Influenza-Risikopatienten zum Influenza-Hochrisikopatienten. Die deutschen Verhältnisse sind auch in diesem Punkt nicht auf den Rest der Welt übertragbar: Während bei uns die Grippe-Saison zu Ende geht, beginnt sie auf der Südhalbkugel im April und dauert bis September.

In den Tropen gibt es gar keine Saison, dort tritt die Influenza ganzjährig auf.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 28. April 2011 um 17:28 Uhr